Der Wille ist ja da

Deutschlandweit ist in der Imker-Fachpresse zu lesen, das die diesjährige Sommerhonigernte unter den Erwartungen liegt. Von Ertragseinbrüchen bis zu 50 % ist die Rede. Da stellt man sich die Frage woher das kommt.

Sind unsere Honigbienen faul geworden und widerlegen die allgemeine Ansicht der fleißigen Honigbiene. Bei weitem nicht. Gern würden sie ausfliegen und reichlich Nektar sammeln. Aber woran liegt es dann?

Die Antwort liefert uns sehr schnell ein Blick in die Natur. Unsere Honigbienen haben sehr große Probleme geeigneten Nektar zu finden. Die Blüte der Beeren war diesen Sommer auf wenige Tage begrenzt. In vergangenen Jahren haben die Beeren dagegen mehrere Wochen Blüten getragen. Verantwortlich dafür ist das regenreiche Wetter in der Blütenzeit. Der Akazie ging es ähnlich. Kaum standen die Blüten offen hat der Regen sie ausgespült und für unsere Honigbienen so nahezu uninteressant gemacht.

Sommerblumen auf den Wiesen stehen kaum in Blüte. Klee und Löwenzahn sind fast nicht vorhanden.

Somit leben wir Imker in diesem Sommer mit der Tatsache das wir den Bienenstöcken kaum Honig entnehmen, sondern den Bienen um ein verhungern unbedingt zu vermeiden Futterwaben in die Stöcke zuhängen.

Wer dieses Jahr ein Glas Sommerhonig sein Eigen nennen darf, sollte sich glücklich schätzen und bei jedem Genuss des Honigbrötchens am morgen einen kurzen Gedanken daran verschwenden, dass den Bienen durch das Anlegen eines kleinen  Blumenbeetes mit bienenfreundlichen Gewächsen im eigenen Garten die Arbeit deutlich erleichtert werden kann.

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