(fast) Alles über Honig

Hier entsteht in den nächten Tagen eine Informationsseite zu den Themen

 

Honigsorten

 

Honig(fehler)

 

Honigverwendung

 

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Honigsorten

Honige verschiedener botanischer Herkunft unterscheiden sich in Geschmack, Geruch und Farbe voneinander.

Oft wird das Aroma eines Honigs durch den Nektar einer Massentracht dominiert, wobei sogenannte „Beitrachten“ dem Honig die besondere Geschmacksnote verleihen. Imker können nur bedingt Einfluss darauf nehmen, wo und was die Bienenvölker eintragen.

 

Zu Frühjahrsbeginn eingebrachter Honig weist oft eine helle bis weiße Farbe auf. Er ist süß im Geschmack und kristallisiert oft sehr schnell.

Im Verlauf des Frühjahr bis in den Sommer hinein wird die Honigfarbe dunkler.

Ende Juli geernteter Waldhonig besitzt eine sehr dunkle Farbe und einen malzigen Geschmack. Seine flüssige Konsistenz behält er machmal über Jahre hinweg.

Dazwischen sind alle Farbschattierungen, Geschmacksrichtungen und Konsistenzen je nach eingeflogenen Nektar denkbar.

 

Ist der Nektar erst eingeflogen und im Bienenstock zu Honig verarbeitet worden, dann beginnt die Arbeit des Imker.

Zum richtigen Zeitpunkt muss der Honig entnommen werden, damit der Wassergehalt im Honig nicht zu hoch ist. Refraktometer können dem Imker hier genaue Auskunft über den Restwassergehalt geben.

 

Ist der Wassergehalt über 20% besteht die Gefahr, das der Honig gärig wird.

Dies kann neben zu früher Ernte auch andere Gründe haben.

Das Glas kann nicht richtig verschlossen gewesen sein und da Honig hydroskopisch ist, das heißt Wasser aus der Luft anzieht, ist der Wassergehalt im Honig gestiegen.

Der Honig ist nahezu ungenießbar. Er kann nur noch als Backhonig verwendet werden oder es kann bei größeren Mengen Met (Honigwein) daraus hergestellt werden.

Honig wird vom Imker gern mit einem Wassergehalt von 17-18 % geschleudert. Hierzu beobachtet der Imker genau das verdeckeln der Honigwaben durch die Bienen. Sie entziehen dem Honig durch mehrmaliges umtragen von Wabe zu Wabe und durch fecheln mit den Flügeln das Wasser. Wenn sie den Honig in der Wabe dann verdeckeln ist er oft genau in diesem Bereich.

 

Gerade der erste Honig im Frühjahr neigt dazu durch seinen hohen Anteil an Traubenzucker im Verhältnis zum Fruchtzucker sehr schnell zu kristallisieren. Dies kann der Imker beeinflussen indem er den geschleuderten Honig täglich morgens und abends mindestens 10 Minuten im Honigeimer rührt. Dies geschieht nicht selten über mehrere Wochen hinweg. Erst wenn der Honig an der Oberfläche einen perlmutfarbenen Schimmer entwickelt ist er reif zum Abfüllen in die Gläser.

Ist der Wassergehalt sehr niedrig 15-17 % und der Honig in Gläser abgefüllt kann er dort weiter kristallisieren. Oft halten Honigkunden die weißen Zuckerkristalle am Glasrand und unter dem Deckel für schädlich oder gar Schimmel. Es handelt sich hier jedoch um einen rein optischen Mangel. Der Honig ist absolut genießbar und oft sogar durch den geringen Wassergehalt von besonderer Qualität. Da dieser Honig auch sehr fest werden kann, ist es ratsam ihn im Wasserbad bei bis zu 40 Grad ca. 2 Stunden zu erwärmen und danach umzurühren. Die weißen Zuckerkristalle verschwinden und der Honig erhält wieder eine cremige Konsistenz die über Wochen auch so bleibt.

Jeder Honig kristallisiert früher oder später. Beim Abfüllen in Gläser ist der Honig immer fließfähig. Wie sonst sollte er auch ins Glas gelangen. Imker halten sehr oft Honige verschiedener Konsistenzen zum Verkauf bereit. Sollten sie einmal unzufrieden mit der Konsistenz ihres Honig sein, scheuen sie sich nicht ihren Imker darauf anzusprechen. Er lernt so ihre Wünsche kennen und wird nächstes mal sicher das für sie richtige Honigglas mitbringen. So vielfältig die unterschiedlichen Honigsorten sind, es gibt mindestens genauso viel Lieblingshonige der Verbraucher. Was dem Einen viel zu fest, ist dem Anderen noch zu streichfähig. Was dem Einen zu malzig ist dem Anderen noch zu süß.

Ganz sicher nicht beabsichtigt ist es jedoch verschiedene Konsistenzen innerhalb eines Glases zu haben. Was hier dem Honig wiederfahren ist nennt sich Phasentrennung. Der Honig hat sich auf Grund von falschem Rühren, durch falsche Lagerung mit stark unterschiedlichen Temperaturen oder Vermischung von unterschiedlichen Honigen mit nicht identischer Temperatur in seine Bestandteile getrennt. Da sich im oberen Teil immer der flüssigere Honig absetzt steigt dort auch der Wassergehalt und ein gären des Honig wird nicht vermeidbar sein. Sie sollten solch einen Honig bei ihrem Imker umtauschen.